Der Babr – Das Wahrzeichen von Irkutsk

Ursprünglich wurde die Idee eines starken Tigers mit einem wertvollen Zobel im Maul sibirischen Zeichnungen aus dem 17. Jahrhundert entnommen. 1642 begann erstmals der Jakutsker Zoll dieses Symbol als Siegel zu verwenden. Etwas verändert wurde es ab 1682 auch für Wappen und offizielle Stempel in Irkutsk verwendet, das wegen seiner zentralen Lage in Sibirien immer größere Bedeutung hatte als Jakutsk und damit wahrscheinlich mehr Anrecht auf die symbolhaften Tiere im Wappen. Später musste das offizielle Siegel immer wieder durch verschiedene russische Regierungen neu genehmigt werden und wurde immer wieder, je nach Stil des Zeichners, verändert. 1878 muss der Wappenzeichner des Senats wohl mit den Gedanken woanders gewesen sein: er verwechselte das damalige Wort für Tiger „babr“ mit dem Wort für Biber „bobr“ und veränderte den sibirischen Tiger in ein fantastisches Tier, halb Tiger, halb Biber. Der Fehler des Künstler bescherte bzw. verhalf der Irkutsker Region nun ein Fabelwesen, das seit dem seine Popularität nicht eingebüßt hat. Der Stil des derzeit verwendete Wappentiers im Stadtwappen von Irkutsk wurde 1996 vom Stadtrat beschlossen. Das Wappen des Irkutsker Oblast ist das Gleiche, außer, dass der Babr im Profil zu sehen ist, während er auf dem Stadtwappen frontal schaut und sein gesamtes Gesicht zu sehen ist.
Liljana mag das „Phantasie-Tier“, das einen im 130. Quartal, die erst kürzlich erschaffene Altstadt Irkutsks, auflauert.

6.1_1

Eisrutschen

Womit beschäftigen sich eigentlich russische Kinder im Winter, wenn die Spiel- und Fußballplätze verschneit sind? Sie gehen rutschen. Anfangs wunderte ich mich in Irkutsk noch, was diese aus wenigen Brettern zusammen gezimmerten Holzgestelle neben den Spielplätzen zu bedeuten haben, deren Sinn erst im Winter deutlich wurde. Sobald die Rutschfläche vereist ist, holen die Kinder ihre „ледянка“ [Hintern-Rutscher] raus und diese wackeligen Gerüste werden zu den schnellsten und coolsten Rutschen überhaupt. Mutige rutschen nicht nur auf dem Po, sondern in allen möglichen Haltungen. Und wer keinen Hintern-Rutscher hat, der nimmt eben ein Stück Pappe oder einen alten, platt getretenen Wasserkanister.

5.1_4 5.1_6 5.1_8

Bienchen sammeln

Wir haben das, was Martin Dornes in „Die Modernisierung der Seele“ ein verhandelndes Kind nennt. Diese kleine Tyrannin überrascht uns täglich gleichermaßen wie sie uns zur Weißglut treibt. Und immer wieder diskutieren wir darüber, wie wir mit Wutanfällen, Verweigerungen, Boshaftigkeit oder Nölerei umgehen sollen ohne sie zu strafen oder zu brüllen. Was die Omas schon früh gewusst hatten ist, dass Schokolade oder Bonbons etwas Magisches haben, wofür alles getan wird. Nach den Oma-Urlauben war es immer schwer, dem Kind abzugewöhnen, für jeden (Töpfchen-)Scheiß etwas Süßes zu verlangen. Trotzdem zieht natürlich jede Art von positiver Motivation. Jedenfalls ist im Moment wieder Grenzen-Austesten angesagt und eine Heulattacke jagt die andere. Also haben wir heute ein Spiel abgemacht: Wir haben 10 Bienchen gebastelt. Von nun an gibt es für jede gute Tat (z.B. alleine Anziehen, Spielzeug aufräumen, im Haushalt helfen, alleine Zähne putzen) ein Bienchen. Wenn sie 10 Bienchen gesammelt hat, bekommt sie etwas Süßes oder wir unternehmen mit ihr etwas Schönes. Heute wollte sie sofort Bienchen sammeln, hat viel geholfen und drei Bienchen verdient. Sie hat auch nicht gehauen (fürs Hauen gibt es Sandmann-Verbot). Mal gucken, ob die Bienchen-Sammelei auch länger attraktiv bleibt. Hat jemand noch andere Ideen, wie man eine Dreijährige positiv motivieren kann?

Gute-Taten-Spiel

Kuchen ohne Alles

Liljana mag Kuchen ohne Alles. Aber schön muss er aussehen.

Die Genießer-Variante geht so:

140g Zucker, Zitronensaft (einer Zitrone) und 1 EL geriebenen Ingwer (alternativ geriebene Zitronenschale) unter ständigem Rühren erhitzen, bis eine sirupartige Masse entsteht. Anschließend 5 Eigelbe, 50 g weiche Butter und das Mark einer Vanilleschote vermixen, nach und nach den leicht abgekühlten Ingwersirup hinzufügen. 150 g Mehl, 70 g Speisestärke und 2 TL Backpulver untersieben, alles gut verrühren. Dann das Eiweiß steif schlagen, ebenfalls unter den Teig heben. Bei 190 Grad ca. 25 Min. backen.
Abkühlen lassen. Mit Puderzucker und Saft (ich habe Sanddornsaft verwendet) den Guss machen. Dekorieren.

Die Variante für Faule:

Alle oben genannten Zutaten einfach verrühren und backen!

Kuchen ohne Alles Kuchen ohne Alles_2

Stricktiere: Schnecke und Pferd

Schnecke und Pferd

Schnecke

Die Anleitung zum Stricken dieser Schnecke findet ihr hier

Pferd

Strickart:

Rippen (d.h. Hin- und Rückreihe rechts stricken, 1 Rippe = 2 Reihen)

Der Körper:

Mit 40 Maschen (M) beginnen und 6 Rippen stricken. Auf beiden Seiten 11 M abketten. 7 Rippen stricken. Auf beiden Seiten 11 M aufnehmen. In der Mitte der nächsten Reihe nach der 20. M auf einmal 11 M aufnehmen. Dadurch entsteht ein Loch, dessen Sinn erst später erkennbar wird. 1 Reihe darüberstricken. Nun in jeder 2. Reihe 4x jeweils vor und nach der Mittelmasche 1 M aufnehmen. Nach der 6 Rippe für die Vorderbeine auf jeder Seite 20 M abketten. Mit den verbleibenden 19 M 1 Rippe stricken. Nun auf beiden Seiten je 3 M aufnehmen, danach auf jeder Seite 2x 1 M (nach der Randmasche) aufnehmen. Nach den 3 Rippen für den Kopf in der nächsten Reihe auf jeder Seite 1 M abnehmen. Abketten.

Die Ohren:

5 M anschlagen, 5 Rippen stricken, bis zum Schluss in jeder Reihe die 2. und 3. M zusammenstricken. Abketten.

Zusammennähen und Stopfen:

Das Loch auf dem Rücken zunähen, dann Kopf, Beine und Bauch von außen zusammennähen. Das Hinterteil als Stopfloch zunächst offen lassen. Den Kopf und den Hals nicht zu hart ausstopfen. Für die Beine die Wolle fest um eine Schere wickeln. Erst wenn die Schere sich nicht mehr drehen lässt. zieht man sie heraus und stopft diesen harten Strang jeweils in ein Bein. Der Strang sollte weit in den Körper hinein reichen, damit die Beine im Laufe der Zeit nicht abknicken. Zuletzt den Bauch gut und fest stopfen. Man sollte darauf achten, dass die Beine alle gleich lang werden und alle den Boden berühren. Nach dem Stopfen das Hinterteil zunähen.
Ohren annähen, indem die untere Kante zusammengefasst wird, damit eine Ohrmuschel entsteht.

Die Mähne:

Den Hals hinauf bis vorne zur Stirn die Stiche ausführen: einstechen, Ende stehen lassen, in den gleichen Stich nochmals einstechen, in Mähnenlänge abschneiden.

Der Schwanz:

Wolle um die Hand wickeln, die Schlinge annähen und unten aufschneiden.

 

Quark- und Apfeltaschen

Habe heute entschieden, von nun an zu bloggen. Mit dem Blog möchte ich Selbstgemachtes und Dinge, die mich beschäftigen festhalten.

Quarktaschen_1.1.2013

Heute sind mir Quarktaschen ganz gut gelungen. Habe fertigen Blätterteig verwendet. Die Quarktaschen waren ratzbatz fertig und sind super lecker. Hier das Rezept:

200g Quark mit 50g Zucker, 1 Ei, 1 EL Speisestärke und 2 EL Sahne verrühren. Blätterteig ausrollen, in Quadrate schneiden, Füllung rein, Ecken nach oben klappen und zusammen drücken. Dann bei 180 Grad 15-20 Minuten backen.

Gestern habe ich Apfeltaschen gemacht. Dazu muss man nur einen geriebenen Apfel mit 2 EL Mehl, etwas Zitronensaft, Zimt und Muskatnuss verrühren. Und weiter gehts wie bei den Quarktaschen. Auch lecker.